Ein besonderer Sonntagabend - dank der Mandolinenspieler

03.06.2014

Ein Konzert mit Musik meist zeitgenössischer Komponisten gaben die Mitglieder des Mandolinenvereins Auenheim am Sonntag in ihrer gut besuchten Kirche.

Kehl-Auenheim (elf). Die Musiker begannen mit einer Suite von Konrad Wölki. Auffallend bei dieser Komposition war, dass kaum das sonst bei Mandolinen übliche Tremolo erklang. Wölki, selbst Mandolinenspieler, hatte in seinen Kompositionen auf alte Traditionen zurückgegriffen, das Tremolo vermieden.

Dieses Stück war eins von zweien im Programm, das direkt für ein Zupforchester geschrieben worden war. Das zweite war das am Ende gespielte »L'Oca del Cairo«, »Die Gans von Cairo«, vom italienisch-französischen Komponisten Mario Maciocchi nach Motiven von Mozarts nicht vollendeter, gleichnamiger Oper für ein Zupforchester arrangiert. Alle weiteren Nummern waren von Dirigent Jean-philippe Hummel fü das Mandolinenorchester bearbeitet worden.

Die jüngeren Spieler des Mandolinenvereins Auenheim am vergangenen Sonntag in Aktion. Foto: Klaus Elff
Die jüngeren Spieler des Mandolinenvereins Auenheim am vergangenen Sonntag in Aktion. Foto: Klaus Elff

»Heute feiert die Jugend ihren ersten Auftritt«, erklärte Vorsitzender Johannes Mellein die Orchestergröße beim ersten Stück und die große Zuhörergemeinde zollte den Leistungen des Orchesters herzliche Beifall.

Dann jedoch waren die »Senioren« wieder unter sich und das Publikum in der gut besuchten Auenheimer Kirche lauschte aufmerksam dem von Dirigent Jean-Philippe Hummel mit eindringlichen Gesten geleiteten Orchester.

Für Abwechslung sorgten zwei eingeladene Solisten. Olivier Meissner begleitete zwei Kompositionen von Astor Piazolla auf der Oboe. Sein Spiel begeisterte, gab dem Orchester einen runden, schönen Klang. Der Beifall war entsprechend anhaltend.

Zusammen mit dem zweiten eingeladenen Solisten, Daniel Elbaz, Violine, begleitete Meissner dann das auch von Hummel bearbeitete Konzert eines Komponisten aus dem 18. Jahrhundert, Johann David Heinichen. Das Zusammenspiel der Solisten mit dem Orchester ergab eine schöne Harmonie. Großer Beifall war der Dank.

Bei den »Spanish Stairs« des Jazz-Quartetts »Oregon« begleitete außer Meissner, diesmal auf einem Englischhorn, der »Star« der Auenheimer Mandolinenspieler Klaus Riebs, das Orchester. Riebs hatte eine Elektromandoline ergriffen und konnte so im Wechsel mit Meissner mit seinem perfekten Spiel begeistern. Der Beifall für Orchester und Solisten war mehr als dankbar.

Nach dem letzten Stück auf dem Programm forderte ein anhaltender Beifall eine Zugabe heraus. Eine solche hatten auch die fünf Musiker des »ZupfEnsembleAuenhiem« geben müssen nach ihrem Auftritt bei der fünfsätzigen Suite von Walter Kretschmar. Sie bekamen einen besonderen Beifall für ihr überzeugendes Spiel.

Wieder konnten die Auenheimer Mandolinenmusiker einen Abend mit Musik zu einem besonderen Sonntagabend machen.

VON KLAUS ELFF

 
 

Kontakt

Powered by Weblication® CMS