Seit heute können die Auenheimer wieder in ihrem eigenen Lebensmittelladen einkaufen gehen.

16.12.2014

Zur Einweihungswoche lockt „Netto“ mit zehn Prozent Rabatt.

Großes Gedränge vor dem neuen Netto-Markt in Auenheim: Am Tag der Eröffnung war kaum ein freier Parkplatz zu finden.
Großes Gedränge vor dem neuen Netto-Markt in Auenheim: Am Tag der Eröffnung war kaum ein freier Parkplatz zu finden.

Kehl-Auenheim. Lange haben die Auenheimer ihren Einkaufsladen vermisst, jetzt gibt es ihn wieder: nicht an der gleichen Stelle, dafür fast viermal so groß und mit einer Angebotspalette, die seinen Vorgänger bei weitem übertrifft. Der neue Netto-Markt am südlichen Ortseingang ersetzt die ehemalige Edeka-Filiale in der Raiffeisenstraße und gehört mit seinen 800 Quadratmetern Verkaufsfläche und einem festen Sortiment von 3500 Artikeln zu den größten Discountern im Umland. Gestern öffnete der Markt zum ersten Mal seine Pforten.

„Zu einem großen Dorf gehört eben auch ein großer Markt“, sagte Ortsvorsteherin Sanja Tömmes bei der Einweihungsfeier am Montagabend. Sie erinnerte an die „Anstrengungen und Hürden“, die es auf dem Weg zu einem neuen Lebensmittelmarkt in Auenheim zu meistern galt und dankte in ihrer Rede dem früheren Ortsvorsteher Werner Müll, der das Projekt „maßgeblich gebündelt und vorangetrieben hat“. Sie selbst habe die große Enttäuschung der „Auemer“ miterlebt, die plötzlich ohne Einkaufsmöglichkeit dastanden, und freue sich deshalb umso mehr, dass die Einwohner jetzt wieder einen Laden vor Ort haben. „Ich bin mir sicher, dass der Markt angenommen wird“, sagte sie.

Gehörte zu den ersten Kunden, die im neuen Laden einkaufen gingen: Auenheims Ortsvorsteherin Sanja Tömmes. „Ich bin mir sicher, dass der Markt angenommen wird“, sagte sie.
Gehörte zu den ersten Kunden, die im neuen Laden einkaufen gingen: Auenheims Ortsvorsteherin Sanja Tömmes. „Ich bin mir sicher, dass der Markt angenommen wird“, sagte sie.

Davon ist auch der Betreiber überzeugt: „Die Entscheidung, hier eine Filiale aufzumachen, ist uns nicht schwergefallen“, sagte Dieter Glöckner, zuständig für die Neueröffnungen im Einzugsgebiet von Netto Tuningen. „Der Bedarf war da, nur der erste Standort, der uns angeboten wurde, den wollten wir nicht.“ Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung eine freie Fläche an der Freiburger Straße Richtung Leutesheim für einen neuen Laden ins Visier genommen. Sie bestand darauf, dass der Markt von den Einwohnern Auenheims weitestgehend zu Fuß erreichbar ist. Netto lag dieses Gelände aber zu weit ab vom Schuss.

Der Investor wollte auch für Kunden aus dem Industriegebiet gut erreichbar sein. Zudem hatte er die Befürchtung, dass diejenigen Anwohner, die sowieso jeden Tag stadteinwärts fahren, sich dann doch wieder auf Kehl konzentrieren statt auf die Ortsmitte. Die Stadtverwaltung lenkte schließlich ein, nicht zuletzt wegen des neuen Wohngebiets, das ebenfalls am südlichen Ortsrand gebaut wurde und dessen Entwicklung längst noch nicht abgeschlossen ist.

„Wir sind der Discounter mit dem größten Lebensmittelsortiment“, preist Glöckner seinen Arbeitgeber an. Auch dass Mehrwegflaschen – also beispielsweise Bierflaschen in Kisten – gekauft und wieder zurückgebracht werden können, gäbe es in keinem anderen Discounter. Mit einem Non-Food-Anteil von etwa zwei Prozent beschränke sich Netto auf sein wesentliches Geschäft: frisches Obst und Gemüse sowie einem breit aufgestellten Lebensmittelangebot mit Markenartikeln und eigenen Produkten. Im Auenheimer Markt ist zudem eine Filiale der Bäckerei Dreher angesiedelt, die wie Netto von 7 bis 21 Uhr geöffnet hat. Noch bis Samstag lockt der Discounter mit einem „Eröffnungsrabatt“ von zehn Prozent auf das gesamte Sortiment.


VON: Antje Ritzert

 
 

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