Feuerwehrsatzung

21.09.2018

Vom Auenheimer Ortschaftsrat erhielt der Entwurf im Vorfeld bereits breite Unterstützung:

Auf seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend votierte das Gremium einstimmig für die neue Kehler Feuerwehrsatzung, über die der Gemeinderat nächsten Mittwoch entscheiden wird.
Im Zuge des neuen baden-württembergischen Feuerwehrgesetzes, das Ende 2015 in Kraft trat, hat auch die Stadt Kehl ihre Satzung auf den Prüfstand gestellt und angepasst. So wurde zum Beispiel die bisherige interne Dienstanweisung, dass Mitglieder der Feuerwehr keine Bild- oder Tonaufnahmen von ihren Einsätzen verbreiten dürfen, jetzt fest in der Satzung verankert. „Bis jetzt hatten wir es nicht, dass so ein Fall passiert ist, aber wir möchten auch nicht, dass das passiert“, erläuterte Kommandant Viktor Liehr auf der Ortschaftsratsitzung.
Ebenso soll das Eintrittsalter für die Kehler Jugendfeuerwehr von zwölf auf zehn Jahre gesenkt werden. Die sei ein Versuch, den Nachwuchs zu stärken, so Liehr. „Wir besuchen auf Wunsch die Schulen und machen Brandschutzerziehung mit Kindern in der vierten Klasse. Die sind dann oft begeistert und fragen uns, ob sie bei uns mitmachen können.“ Dann müsse er sagen: „Warte mal noch zwei Jahre, dann kannst du kommen.“ Nach den zwei Jahren sei aber die Motivation der Kinder dann meist schon wieder abgeklungen.
Eine weitere Neuerung in der Satzung ist der Wegfall der Sollstärke einer Einsatzabteilung. „Die Mindeststärke von neun Aktiven haben wir aber dringelassen“, so Liehr. Ergänzt wurde zudem der Passus zur Kameradschaftskasse. Bisher konnten die Kameraden Spenden, für die keine Quittung verlangt wurde, im Einzelnen nicht nachverfolgen. „Das war zwar rechtlich alles sauber, aber es war keine Kontrollfunktion da“, sagte Liehr. Man habe sich deshalb entschieden, diese Kontrollfunktion in den Feuerwehrausschuss zu integrieren. „Damit sind wir auf der sicheren Seite und niemand kann uns vorwerfen: Mensch, da habt ihr was angenommen, warum habt ihr das gemacht?“.
Der Auenheimer Ortschaftsrat segnete am Abend zudem die neue Satzung über die Entschädigung von Angehörigen der Kehler Feuerwehr ab. So sollen künftig beispielsweise die Abteilungskommandanten 45 statt bisher 39 Euro pro Monat erhalten und Zugführer 30 Euro statt bisher 26. Für den Arbeitsdienst in der Feuerwache sieht der Entwurf statt 7,50 Euro nun 12,50 Euro pro Stunde vor.

Sowohl die Kehler Feuerwehrsatzung als auch die Entschädigungssatzung für Angehörige der Feuerwehr sollen generalüberholt werden. Stimmt der Gemeinderat zu, können sich die Abteilungen über höhere Aufwandsentschädigungen freuen.
Sowohl die Kehler Feuerwehrsatzung als auch die Entschädigungssatzung für Angehörige der Feuerwehr sollen generalüberholt werden. Stimmt der Gemeinderat zu, können sich die Abteilungen über höhere Aufwandsentschädigungen freuen.

VON: Antje Ritzert

 
 

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