schnelles Internet für Auenheim

27.02.2019

Schnelles Internet für Auenheim: Auf der Bürgerversammlung am Freitagabend klärte Ortsvorsteherin Sanja Tömmes darüber auf, wann die Einwohner mit schnellem Internet rechnen können – und wie schnell dieses dann wirklich sein wird.

Seit 2017 ist der Breitbandausbau in Auenheim und Leutesheim eigentlich schon ein „heißes“ Thema, auch wenn die Einwohner davon noch nichts merken: Im November 2017 forderte die Stadt Kehl zum ersten Mal ausgewählte Bieter zur Abgabe verbindlicher Angebote bis Ende März 2018 auf. Zu dieser Zeit ging es noch um eine Mindestgeschwindigkeit von 100 Mbit/s. Kurz darauf änderte der Bund die Rahmenbedingungen für eine Förderung – jetzt soll es mindestens ein Gigabit pro Sekunde sein.
„Somit hat Kehl reagiert und nochmals ausgeschrieben“, berichtete Auenheims Ortsvorsteherin Sanja Tömmes auf der jüngsten Bürgerversammlung. Die Angebote seien bereits eingegangen und mit drei Anbietern würde verhandelt. Mit der Vergabe der Arbeiten sei noch in diesem Herbst zu rechnen. Der Ausbau könne dann innerhalb von zwei Jahren erfolgen, so dass das FTTH-Netz in Auenheim bis Ende 2021 an den Start gehen könne.
FTTH ist die Abkürzung für „Fiber to the home“ und meint den Glasfaserausbau bis ans einzelne Haus. „Das heißt: Kein Vectoring, keine Versorgung mehr über Kupferkabel“, erläuterte Sanja Tömmes. Allerdings müssten dafür alle Gehwege geöffnet werden, warnte sie bereits vorab. „Da die Fördergelder nur für unterversorgte Gebiete fließen, werden Auenheim, Leutesheim und Zierolshofen davon profitieren“, sagte sie. 

Das lange Warten wird sich lohnen: Wenn alles nach Plan läuft, können die Auenheimer, Leutesheimer und Zierolshofener ab 2022 mit einer Spitzengeschwindigkeit von mindestens einem Gigabit pro Sekunde im Internet surfen.
Das lange Warten wird sich lohnen: Wenn alles nach Plan läuft, können die Auenheimer, Leutesheimer und Zierolshofener ab 2022 mit einer Spitzengeschwindigkeit von mindestens einem Gigabit pro Sekunde im Internet surfen.

Die Förderung des Bundes betrüge 50 Prozent und eine Ko-Finanzierung durch das Land in Höhe von 20 bis 40 Prozent stehe in Aussicht, so dass die Maßnahme mit bis zu 90 Prozent gefördert werden könne. „Bis dahin müssen wir uns mit der Funktechnologie begnügen“, sagte sie. 

BERICHT & FOTO: Antje Ritzert

 
 

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