Auenheimer Pierre Rosenfelder schafft den Strongmanrun

09.05.2019

Mehr als 10000 Läufer, 40 Hindernisse, 24 Kilometer: Das sind die Zahlen des traditionsreichsten Hindernislaufs der Welt – dem Strongmanrun. Am Samstag stellte sich der Auenheimer Pierre Rosenfelder der sportlichen Herausforderung auf dem Nürburgring. Was er dabei erlebt hat, lesen Sie hier.

Man gönnt sich ja sonst nichts: Schnee, Hagel, Graupel – alles war dabei beim Strongmanrun 2019 auf dem Nürburgring. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gingen mehr als 10 000 Läufer an den Start.

Hart, härter, Strongmanrun
Schlamm, Matsch, Dreck, dazu 40 Hindernisse und die »Kleinigkeit« von 24 gelaufenen Kilometern gehören zur DNA dieses Laufs, der als härtester Hindernislauf der Welt gilt – so ganz nach dem Geschmack von
Pierre Rosenfelder: »Es ist ein besonderer Kick, eine Herausforderung: Wie weit kann ich gehen? Wie weit kann ich darüber hinaus gehen?«, erklärt er das Faszinosum des Rennens.

Krafttraining zur Vorbereitung
Der 41-Jährige geht normalerweise ein- bis zweimal in der Woche laufen. Zur Vorbereitung auf den legendären Lauf steigerte er sein Pensum auf bis zu vier Trainingseinheiten wöchentlich, dazu noch Krafttraining. Denn die spezielle Mixtur des »Strongman« lautet: Ausdauer und Kraft! Also wahrlich nix für »Weicheier«, denn schließlich müssen riesige Hindernisse, Reifen, Netze und Schlammfelder bewältigt werden. Das Härteste – von der Temperatur her – sei jedoch ein Wasserhindernis gewesen, erzählt Rosenfelder: »Eine Wasserrutsche bei einer Wassertemperatur von 3 Grad.« Die Läufer seien alle glitschnass gewesen.

Er läuft durch die »weiße Hölle«
»Ab Kilometer 16/17 hat dann die Wade zugemacht«, erzählt er. Aber aufzugeben sei nicht in Frage gekommen, versichert der selbständige Versicherungskaufmann. Und so besiegte er gemeinsam mit seinem Trainingspartner aus Auenheim (»Wir haben uns beim Lauf gegenseitig aufgebaut«) die »weiße Hölle«, wie er sagt.

So eine Medaille schmeckt richtig gut nach der heftigen Schinderei: Pierre Rosenfelder (links) und Christian Maier, beide Auenheim, nach dem Strongmanrun.
So eine Medaille schmeckt richtig gut nach der heftigen Schinderei: Pierre Rosenfelder (links) und Christian Maier, beide Auenheim, nach dem Strongmanrun.

Im Ziel: Grinsen und ab unter die Dusche
Vollgepumpt mit Adrenalin überqueren die beiden Auenheimer »Strongmen« bei 0 Grad im Mai die Ziellinie – fix und fertig, aber stolz wie Bolle. »Wir haben das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen«, sagt Pierre Rosenfelder. »Und an was haben Sie im Ziel zuerst gedacht?«, fragt der Reporter. »An eine warme Dusche!« 


aus: www.bo.de

 
 

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