Spatenstich für Ausbau des Glasfasernetzes in Kehl gestartet

25.09.2020

Der Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes für bis zu 2500 Haushalte in Auenheim, Leutesheim und Zierolshofen ist am Donnerstag feierlich erfolgt.

Ein Glasfaserkabel ist dünner als ein Haar und trotzdem: Wer es im Haus hat, kann mit bis zu einem Gigabit im Internet unterwegs sein, gibt die Stadt Kehl in einer Pressemitteilung bekannt.

Nervenaufreibende Reise

Ob Smarthome, Homeoffice mit Videokonferenz oder Gaming – der Glasfaseranschluss, den bis zu 2500 Haushalte in Auenheim, Leutesheim und Zierolshofen bis spätestens Ende 2022 bekommen können, macht es möglich, versicherte Klaus Vogel vom Infrastrukturbetrieb Region Südwest der Deutschen Telekom beim symbolischen Spatenstich für den nun beginnenden Netzausbau am Donnerstag in Auenheim.

Oberbürgermeister Toni Vetrano, der schnelles Internet für ganz Kehl seit Beginn seiner Amtszeit zur Chefsache gemacht hatte, freute sich vor allem über die Tatsache, dass „das Ende einer langen und bisweilen nervenaufreibenden Reise“ erreicht ist und nun 8,85 Millionen Euro investiert werden können, heißt es weiter.

Keine weißen Flecken mehr

Wenn alles nach Plan laufe, werde es in Kehl Ende 2022 keine weißen Flecken mehr geben, erklärte Toni Vetrano und so müsse es auch sein: Corona habe gezeigt, dass Homeoffice und Homeschooling überall im Stadtgebiet möglich sein müssten, und zwar unabhängig davon, ob der Wohnort in der Kernstadt oder in einem der Ortsteile liege.

Besonders stolz sei er daher, dass es gelungen sei, im Eigenausbauprogramm der Telekom mit Hohnhurst auch die kleinste Kehler Ortschaft ins digitale Zeitalter zu holen, erklärt die Stadt Kehl. Tiefbauarbeiten auf fast 70 Kilometern Länge sind nun notwendig, um rund 250 Kilometer Glasfaser und 129 Kilometer Lehrrohre zu verlegen, kündigte der OB an – Hannes Bertele, Leiter der Technik Niederlassung Südwest, ergänzte, dass dies in für die Anwohner verträglicher Form geschehen werde.

62 neue Netzverteiler wird die Telekom im Ausbau setzen, der auch Teile des Kehler Hafens und das interkommunale Gewerbegebiet ba.sic mit schnellem Internet versorgen wird, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt Kehl heißt. Gebaut werde mit regionalen Firmen aus Renchen und Rheinau.

655.000 Euro aus Kehl

Mit 3,3 Millionen Euro unterstützt der Bund, mit 2,6 Millionen Euro das Land diesen Glasfaserausbau, betonte OB Vetrano am Donnerstag. Die Stadt Kehl bringt 655.000 Euro aus eigenen Mitteln ein. Zwar habe die Änderung der Förderkulisse durch den Bund das Verfahren zeitlich verzögert, am Ende aber „bekommen wir für einen geringeren städtischen Eigenanteil eine höhere Qualität“.

Klaus Vogel erinnerte beim Spatenstich daran, dass jeder Gebäudeeigentümer, der kostenfrei ans Glasfasernetz angeschlossen werden möchte, einen Herstellungsauftrag erteilen müsse, „sonst fährt der Bagger am Haus vorbei“.

Symbolischer Spatenstich (von links): Hannes Bertele (Leiter Technik Niederlassung Südwest Deutsche Telekom), Heinz Faulhaber (Ortsvorsteher Leutesheim), Klaus Vogel (Infrastrukturbetrieb Region Südwest Deutsche Telekom), Heinz Speck (Ortsvorsteher Zierolshofen), Hans-Jürgen Schneider (Leiter Bereich Tiefbau Stadt Kehl), Sanja Tömmes (Ortsvorsteherin Auenheim), Petra Hauser (Bereichsleiterin bei den Technischen Diensten Kehl), Wirtschaftsförderin Fiona Härtel und OB Toni Vetrano. © Stadt Kehl
Symbolischer Spatenstich (von links): Hannes Bertele (Leiter Technik Niederlassung Südwest Deutsche Telekom), Heinz Faulhaber (Ortsvorsteher Leutesheim), Klaus Vogel (Infrastrukturbetrieb Region Südwest Deutsche Telekom), Heinz Speck (Ortsvorsteher Zierolshofen), Hans-Jürgen Schneider (Leiter Bereich Tiefbau Stadt Kehl), Sanja Tömmes (Ortsvorsteherin Auenheim), Petra Hauser (Bereichsleiterin bei den Technischen Diensten Kehl), Wirtschaftsförderin Fiona Härtel und OB Toni Vetrano. © Stadt Kehl

Glasfaser kommt bis ins Haus

Im Vorfeld des Spatenstichs fand am Mittwoch in der Auenheimer Sporthalle eine Infoveranstaltung zum Breitbandausbau statt. Mit dem neuen Glasfasernetz, das jetzt in Auenheims Gehwegen versenkt wird, sollen Übertragungsmöglichkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich sein. Allerdings nur, wenn der Anschluss bis ans Haus geführt wird. „Dafür muss jeder Haus- und Wohnungseigentümer einen eigenen Antrag stellen“, erinnerte Sanja Tömmes auf der Ortschaftsratssitzung am Donnerstag.

Der Hausanschluss, der normalerweise mit etwa 800 Euro zu Buche schlägt, sei in den nächsten drei Monaten kostenlos. Auch binde man sich damit nicht vertraglich an die Telekom: „Hier geht es nur um den Anschluss“, sagte sie. „Jeder kann anschließend selbst entscheiden, welchen Anbieter er wählt.“ Die Ortsvorsteherin kündigte an, dass alle Anwohner von der Stadt ein Anschreiben mit dem entsprechenden Antrag zugeschickt bekommen.

Hier erhalten Sie das Antragsformular für den kostenlosen Hausanschluss:

AUS: ww.bo.de
VON: Redaktion Kehl

 
 

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