Nach 44 Jahren: Ursel Schneider geht in den Ruhestand - Das Gesicht der Auenheimer Verwaltung sagt Tschüss

30.03.2021

Ratsschreiberin Ursel Schneider geht nach 44 Jahren im Dienst für Auenheim in den Ruhestand. In ihrem vielfältigen Aufgabenbereich stellten Trauungen etwas ganz Besonderes da.

Nach über 44-jähriger Verwaltungstätigkeit geht mit Ursula Schneider eine Institution im Auenheimer Rathaus Ende dieses Monats in den Ruhestand.

Spätestens nach ihrer Bestellung zur Verwaltungschefin im Jahr 2002 war die gebürtige Auenheimerin das kompetente und bürgerfreundliche Gesicht dieser Verwaltung, stets an der Seite des jeweiligen Auenheimer Rathausoberhauptes.
1976 kam sie in den Dienst der Ortsverwaltung. Das war ein Jahr nach der Eingemeindung. Ihr damaliger Chef war Auenheims letzter Bürgermeister und erster Ortsvorsteher, Albert Heidt. Als einer der ersten Aufgaben erwartete die junge Mitarbeiterin das Erstellen des Amtsblattes auf der ehrwürdigen Adler-Schreibmaschine. Und das auf Durchschreibepapier. Tippfehler waren daher tunlichst zu vermeiden. Und das Herstellen der Lohnsteuerkarten erfolgte damals noch mit einer eigenen Druckmaschine, erinnert sich die Schneider-Ursel, wie sie in Auenheim genannt wird.

Für Protokolle zuständig

1998 wurde sie zur Standesbeamtin und nach der Pensionierung von Walter Roß im Jahr 2002 zur Ratsschreiberin und somit Verwaltungschefin bestellt. Ab diesem Zeitpunkt führte sie auch die Protokolle bei den Ortschaftsratsitzungen. Bis zur Grundbuchreform im Jahr 2018 durfte Ursel Schneider auch Unterschriftsbeglaubigungen vornehmen. Beispielsweise bei Grundschuldlöschungen oder Änderungen im Vereinsregister.

Standesamtliche Trauungen waren für die Verwaltungsangestellte stets etwas ganz Besonderes. »Für mich war das eine Ehre und Freude, diesen für das Brautpaar ganz besonderen Tag mitgestalten zu dürfen«. Die Tätigkeit auf dem Auenheimer Rathaus war für Ursel Schneider indes noch vielseitiger. Rentenanträge, die Unterstützung im Melde- und Passwesen, auch die Mitarbeiter der Schwimmbadverwaltung schätzten ihre Kompetenz und Zuverlässigkeit. 

Ursel Schneider
Ursel Schneider

Mit viel Engagement war sie zudem langjährig im Personalrat der Stadtverwaltung Kehl tätig. In dieser Zeit entstanden enge, kollegiale Kontakte. Und ihr wurde der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus gewährt, was wiederum der alltäglichen Arbeit bei der Ortsverwaltung zu Gute kam.

Mit viel Herzblut


Eine große Herausforderung in ihrem langjährigen Berufsleben war die Vorbereitung und Mitgestaltung der 1125-Jahrfeier im Jahr 2013. Die Ortsverwaltung war bei diesem großen Dorffest mit einem eigenen Stand vertreten. Auch dank technischen Fortschritts entwickelte sich die Ortsverwaltung zu einem modernen Dienstleister. Das Verwaltungsteam musste stets Schritt halten, was Ursel Schneider mit viel Herzblut gelang. Denn der Dienst für die Ortschaft Auenheim war für sie 44 Jahre lang immer etwas ganz Besonderes. Und so erinnert sie sich gerne zurück an eine überwiegend schöne Zeit, zu der die Bürger ganz erheblich beigetragen haben. »Ihnen allen sage ich nun von ganzem Herzen Danke.« Ursel Schneider geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn sie freut sich sehr auf den neuen Lebensabschnitt, der vor ihr liegt, und somit auf die Zeit, ihre Gartenarbeit und andere Hobbys intensiv genießen zu können.

aus: bo.de
von: Jürgen Preiß

 
 

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