Auenheims neuer Lebensmittelmarkt

Unser neuer Lebensmittelmarkt ist nun schon über ein Jahr geöffnet. Bei der letzten Bürgerversammlung hatte ich über die Eröffnung berichtet. Und wie sollte es anders sein: es gibt auch wieder jene, die sich ärgern und beklagen:

Sätze wie: „Das was im Prospekt, gibt’s aber nicht!" oder „Ich muss an der Kasse lange warten." sind an der Tagesordnung. Wenn ich Menschen an der Kassenschlange treffe, die sich ärgern, bleibe ich gelassen und lasse sie vor.

Denn eins ist sicher: Es würde viel länger dauern, wenn ich nach Kehl fahren müsste, dort an der Kasse 3 Minuten weniger warten müsste und wieder 10 Minuten zurück nach Auenheim fahren würde. Außerdem muss uns klar sein, dass wir durch unsere Einkäufe im Dorf, den Einzelhandel in unserer eigenen Ortschaft stärken. Ohne wirtschaftlichen Erfolg werden unsere Einzelhändler – egal ob Supermarkt, Bäcker, Metzger, Apotheke, Gärtnerei – nicht bestehen können.

Und wir müssen immer daran denken, dass es hier Menschen gibt, die älter sind und nicht mehr nach Kehl fahren können und wollen. Dass es Kinder und Jugendliche gibt, die jetzt auch mal Einkäufe für sich selbst, ihre Eltern oder Großeltern erledigen können und dadurch selbständig sind.

In einer Zeit, wo es ganz üblich ist, dass Mama und Papa arbeiten, ein durchaus wichtiger Aspekt. Und dann müssen wir immer daran denken, dass es jeden von uns treffen könnte, dass wir selbst eines Tages nicht mehr mobil sein könnten.

Wenn wir dann keine Einkaufsmöglichkeiten mehr im Dorf hätten, wären wir auf fremde Hilfe angewiesen.

Und ich möchte bestimmt nicht Werbung für die Netto-Kette machen, sondern Werbung für unseren Lebensmittelmarkt. Wenn es Netto wirtschaftlich im Dorf nicht schafft, wird sich keine andere Kette hier niederlassen. Das sollte uns immer bewusst bleiben.

Unser Lebensmittelmarkt ist ein Treffpunkt geworden für die Menschen im Dorf. Egal wann ich dort einkaufen gehe, ich treffe immer Bürger, mit denen ich ins Gespräch komme. Sicher, es gibt noch Verbesserungsmöglichkeiten, aber ich stehe mit Netto in Kontakt und wir versuchen Lösungen zu finden. Wenn man sich direkt beim Gebietsleiter der Kette meldet, kann dieser reagieren. Wenn die Informationen dort nicht ankommen, wird sich nichts verbessern.

Wir haben uns beispielsweise offiziell beschwert, dass der Fußgängerzugang von Autos als Einfahrt genutzt werden kann. Hier muss nachgebessert werden. Ja, sie hören richtig:
Es gibt erwachsene Menschen, die nicht verstehen, dass ein Fußgängerzugang für Fußgänger ist (wie der Name schon sagt FUSSGÄNGER). Wir können nicht einfach einen Pfosten in die Mitte des Fußgängereingangs setzen, sonst kommen die Eltern mit Fahrradanhänger nicht mehr durch. Netto wird durch Bepflanzung eine Lösung schaffen, die dann die Durchfahrt für Autos verhindern soll.

Uns ist wichtig, dass der Standort für Netto attraktiv bleibt, weil wir können uns noch gut daran erinnern: Wir hatten vier Jahre lang KEINEN Lebensmittelmarkt im Dorf.

 
 

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