Freibad

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Das Badeshorts-Verbot wurde 2017 abgeschafft. Der Ortschaftsrat stimmte dem zu, wollte jedoch von der Verwaltung wissen, was es mit den hygienischen Problemen die letzten Jahre auf sich hatte.

Man spricht immer davon, dass man sich auf die Meinung der Fachleute verlassen sollte. Der Ortschaftsrat hat dies getan. Keiner von uns kann entscheiden, ob die Qualität des Wassers durch das Tragen von Badeshorts verschlechtert wird. Wir müssen uns auf die Kompetenzen der Fachleute verlassen. Das haben wir jahrelang getan. Deshalb wurde dieses Badeshortsverbot von niemandem in den letzten Jahren in Frage gestellt.
Jetzt sollte es so mal „hoplahop“ ohne Erklärung abgeschafft werden.

Der Ortschaftsrat hat leider bis heute hierzu von der Verwaltung keine Antwort erhalten. Aber wir sehen es als Pflicht - nicht primär gegenüber uns - sondern vor allem gegenüber dem Bürger, dass hier eine Erklärung abgegeben wird, warum man jahrelang badeshortstragende Männer diskriminiert hat, wenn es doch – wie manche behaupten – überhaupt nicht um die Wasserqualität ging.
Wie viele Jugendliche und Männer haben genau deshalb unsere Bäder gemieden? Wir wollten wissen, ob es neue Pumpen gibt oder bessere Filter, die es jetzt problemlos ermöglichen, dass das Badeshortsverbot aufgehoben werden kann.

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Und außerdem wollten wir wissen, ob es diese Aufhebung des Verbots gegeben hätte, wenn sich der Ortschaftsrat nicht mit der Burkini-Thematik beschäftigt hätte.
Ich persönlich freue mich, dass jetzt auch wieder Jugendliche und Männer mit Badeshorts das Schwimmbad benutzen können. Andere Ortschaftsräte befürchteten jedoch, dass wir mehr Aufsichtspersonal benötigen, ähnlich wie in Kehl, wo ohne Security nichts mehr geht. Man bat darum, einen jährlichen Sachstandsbericht abzugeben, um feststellen zu können, was sich geändert hat. Eine Antwort bzw. Erklärung von der Verwaltung zur Aufhebung des Badeshorts-Verbots haben wir bis heute nicht erhalten.
Unglücklich war auch, dass bereits im Sommer 2016 die Anweisung des Betriebsleiters der TDK an das Bäderpersonal ging, die Beschilderung zum Badeshortsverbot abzuhängen bzw. zu entfernen. Man holte sich sozusagen erst im Nachhinein den Segen des Gemeinderats.
Eine Regelung bezüglich der Shishas gibt es bisher immer noch nicht. In Oberkirch sind diese beispielsweise verboten. Also geht es in anderen Städten, ohne dass es explizit in der Satzung festgehalten werden muss.
Außerdem wäre es wünschenswert, wenn sowohl der Gemeinderat als auch die Bürger darüber informiert werden könnten, wie sich das Regierungspräsidium in Hinblick auf die Beteiligung des Ortschaftsrats Auenheim in Bezug auf das Schwimmbad Auenheim geäußert hat. Dies ist bis heute nicht geschehen. Wortlaut Regierungspräsidium: Unterhaltung und Betrieb des Bades werfen dabei vielfältige Fragen auf, die die Ortschaft direkt und unmittelbar treffen. Der Ortsteil Auenheim nimmt insoweit eine Sonderstellung gegenüber den übrigen Ortsteilen ein, da kein anderer Ortsteil über ein Bad verfügt. Die Stadt Kehl war verpflichtet, im Verfahren, die in der Gemeindeordnung vorgesehenen Beteiligungsrechte des Ortschaftsrats, zu beachten.

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Das Schwimmbadthema ging weiter: Im Mai fand eine Veranstaltung in der Stadthalle Kehl statt, in welcher es um die Zukunft der Kehler Bäder ging.
Ich war geschockt, wie viele Pläne, Vorhaben, Gutachten bisher über die Jahre erstellt wurden und letztendlich nichts davon umgesetzt wurde. Da kann ich den ein oder anderen verärgerten Bürger schon gut verstehen. Der Bürger ist genervt: Andere Projekte werden realisiert (Tulla-Alt, Tram), aber für die Bäder hat man keine zukunftsfähige Lösung gefunden.

Bei der Veranstaltung in der Kehler Stadthalle wurde von der Verwaltung ein Vorschlag gemacht, das Auenheimer Schwimmbad zu schließen. Natürlich habe ich mich dagegen gewehrt.

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Ich bin die Ortsvorsteherin Auenheims. Jeder andere Ortsvorsteher hätte ebenso gehandelt und meines Erachtens zu recht. Abgesehen davon, habe ich mich nicht einfach nur damit zufrieden gegeben zu sagen:
Ich will nicht, dass das Auenheimer Schwimmbad schließt, sondern ich habe mich in die Thematik eingearbeitet und Alternativen vorgeschlagen.

NUR vorgeschlagen! Ich weiß doch genau, dass ich zu einer Entscheidung überhaupt nicht befragt werde, aber meine Meinung darf ich in einem freien demokratischen Staat noch äußern.
Es gab ja auch einen Bürger, der Unterschriften zum Erhalt des Hallenbads gesammelt hat, um seine Meinung zu unterstreichen. Verschiedene Meinungen sollten nicht bremsen, sondern Grundlage für Diskussionen oder Kompromisse sein, aber vor allem – nach ALL den Jahren, in denen nichts passiert ist – endlich auch zu einer Lösung führen müssen!

Der Plan ist nun bis 2021 ein neues Bad in Kehl zu bauen. Bis dahin werden die Öffnungszeiten in Auenheim erweitert. Wir konnten 2017 bis zum 1. Advent im Freibad baden. Und eins muss ich sagen: Es wurde gut angenommen. Außerdem öffnet das Schwimmbad bereits im April statt im Mai. In den Wintermonaten besteht die Möglichkeit vergünstigte Tickets für das Stegermatt-Bad in Offenburg zu erwerben. Diese Eintrittskarten können bei uns auf der Ortsverwaltung erworben werden.

Für 2018 sind im Haushalt Mittel für die Duschsanierung in Höhe von 100.000 € eingestellt, für die Erneuerung der Spielgeräte 10.000 € und für das Kassenhaus 80.000 €.

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