Schlussworte

Die diesjährige Bürgerversammlung nähert sich dem Ende.
Also komme ich zu meinen Schlussworten.
Sehen Sie dieses weiße Blatt Papier? Es gibt Menschen, die Ihnen jetzt weismachen wollen, dass es sich hier um ein klares, schönes, weißes Blatt Papier handelt. Glauben Sie das? Nein, weil Sie etwas anderes sehen. Sie sehen Flecken, einige sind groß, andere sind klein. Aber sie sind da. Eindeutig.
Das weiße Blatt Papier steht für alle guten und tollen Dinge in unserer Stadt. Ja, die gibt es und man muss sie sehen und respektieren. Die weiße Fläche dominiert. Aber jeder, der ihnen (oder mir) weismachen will, dass es sich nur um ein reines weißes Blatt Papier handelt, lügt. Die dunklen Flecken stehen für Probleme, für Wunden, in die die Auenheimer Ortsvorsteherin so gerne ihre Finger legt. So sagt man mir das nach. Dabei muss man bedenken: Der Ortschaftsrat erkennt die Defizite, erkennt die Probleme und benennt sie.
Nicht mehr und nicht weniger. Ich verursache die Probleme nicht. Ich spreche darüber. Anscheinend passt das nicht allen, aber doch vielen. Genau das ist es doch, was unsere Demokratie ausmacht. Wir dürfen reden, wir dürfen diskutieren, wir dürfen und müssen andere Meinungen anhören. Wir dürfen nicht pauschal ausgrenzen, weil uns die Meinung des anderen nicht passt. Nur so kommen wir zum Ziel. Nur so können wir unsere Stadt verbessern… sie von dunklen Flecken befreien. Das wird nie ganz gelingen, WEIL es eben unterschiedliche Meinungen gibt, aber je weniger Flecken auf dem weißen Blatt Papier sind, desto besser geht es Kehl. Desto besser geht es Auenheim und allen Ortschaften. Desto besser geht es den Bürgern unserer Stadt. Deshalb: Schauen Sie hin! Lassen Sie sich nicht weismachen, dass alles in Ordnung ist. Es geht bestimmt nicht um Rebellion, aber es geht um unser Recht auf Demokratie. Nicht nur auf Kommunaler Ebene, sondern Landes- und Bundesweit. Bleiben Sie informiert, interessiert und engagiert.
Wir leben in dieser Ortschaft, in dieser Stadt, in diesem Land. Und wir wollen gut leben, wir wollen sicher leben, wir wollen, dass unsere Kinder unsere Stadt lieben, so wie wir sie lieben. Nicht die Außenstehenden sollen auf unsere Stadt blicken und sagen: Wow, haben die Kehler eine tolle Brücke, haben die Kehler tolle Haltestellen, haben die Kehler dies oder jenes. Es geht darum, was WIR Kehler von unserer Stadt halten. Wie wir sie empfinden, wie wir sie gestalten wollen und wie wir darin leben.

Wenn Sie Interesse haben, mitzumischen, dann wenden Sie sich an die Fraktionen, an die Parteien vor Ort und legen Sie los. Nächstes Jahr sind Kommunalwahlen. Wenn Sie nicht zufrieden sind, dann muss man etwas ändern. Mitmischen und/oder mitwählen!

weiße Fläche - mit oder ohne Flecken?
weiße Fläche - mit oder ohne Flecken?

Es geht um unsere Stadt, um unsere Zukunft. Auenheim gehört zu Kehl. Nur wenn es Kehl gut geht, kann es Auenheim gut gehen. Lieben Sie ihre Stadt! Und das ist eine gute Überleitung zum Schluss: Unsere tolle Ortschaft!

Ich danke allen, die sich dafür einsetzen, dass unsere Gemeinschaft funktioniert. Ob das die Vereine sind, die ehrenamtlich Engagierten, die Unternehmer vor Ort, unsere Ärzte, unsere Mitarbeiter auf der Ortsverwaltung, was natürlich auch den Hausmeister und die Reinigungskräfte mit einschließt, und natürlich bedanke ich mich beim Ortschaftsrat. Wir haben im letzten Jahr in 10 öffentlichen und 11 nichtöffentlichen Sitzungen vieles für unsere Ortschaft getan, beschlossen, diskutiert, auf den Weg gebracht, uns geärgert, aber auch gelacht. Danke, dass ihr bereit seid euch für Auenheim einzusetzen.

Mein Dank gilt auch Ingomar Hartmann, der wie jedes Jahr die Fotodokumentation des vergangenen Jahres übernommen hat. Ein herzliches Dankeschön und einen großen Applaus hierfür.
Außerdem möchte ich mich im Namen der Ortschaft herzlich bei Johannes Mellein bedanken, der sich das ganze Jahr um unsere Homepage kümmert.
Danke an den Mandolinenverein unter der Leitung von Jean-Philippe Hummel für den wundervollen musikalischen Rahmen. Wir haben hier vor Ort so viele tolle talentierte Musiker. Das ist schon bemerkenswert und manchmal ziemlich erstaunlich, was ein Verein alles auf die Beine stellen kann.
Hinten haben Ursel Schneider und Petra Harr schon alles vorbereitet. Es wird Zeit für den Ehrenwein. Herzlichen Dank, dass Sie alle hier waren. Bleiben Sie noch eine Weile hier. Jetzt bietet sich die Gelegenheit miteinander zu sprechen. Vielen Dank.

 
Liebe Deine Stadt!
 

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