Richtfest Kindergarten Auenheim

21.03.2019

Wein und Häppchen für die Großen, Gummibärchen für die Kleinen: Der Auenheimer Kindergarten hat am Donnerstag sein Richtfest gefeiert.

Ein Neubau ist er eigentlich nicht, aber wenn die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, kann der Auenheimer Kindergarten trotzdem schon fast als ein solcher bezeichnet werden. Denn im Inneren wird nichts mehr so sein, wie es war:

Haben die Kinder früher noch im Korridor direkt neben dem Eingang zu Mittag gegessen, wartet nun bald ein schönes, helles Zimmer samt großer Küche im Dachgeschoss auf sie. Statt drei Regelgruppen (drei bis sechs Jahre) können dann außerdem vier Gruppen und eine zweite Kleinkindgruppe (ein bis drei Jahre) in der nun 310 Quadratmeter umfassenden Einrichtung untergebracht werden. Ein Aufzug und zwei Treppenhäuser werden alle drei Ebenen des Haupthauses miteinander verbinden.

Die Radikalkur für den Kindergarten war nötig geworden, weil es nicht mehr genug Platz gab, um allen Auenheimer Kindern einen Platz anbieten zu können. Bereits 2015 hatte sich ein Arbeitskreis – bestehend aus Ortschaftsräten sowie Vertretern von Verwaltung und Kindergarten – gebildet, um eine Lösung für das Problem zu finden. Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano erinnerte am Donnerstag daran, dass damals neben dem Ausbau auch ein Neubau am südlichen Ortseingang zur Diskussion stand. Aus Kostengründen, und auch, weil man den Kindergarten in der Ortsmitte belassen wollte, sei diese Idee aber nicht weiterverfolgt wurden, so Vetrano.

Um die Gesamtfläche zu erweitern, hat die Stadt außerdem zwei Grundstücke erworben: eines, das direkt an den Kindergartenhof grenzt, und ein anderes gegenüber an der Freiburger Straße. Letzteres soll später als Elterntaxi-Parkplatz dienen. War man zu Beginn der Planung noch von etwa zwei Millionen Euro Umbaukosten ausgegangen, bezifferte OB Vetrano die Gesamtkosten nun auf „2,795 Millionen Euro“. „Aber das ist keine Überraschung, wenn man die Entwicklung der Baukostenpreise der letzten fünf Jahre betrachtet“, sagte er.
Für die Kindergartenkinder selbst war das Richtfest ein ganz besonderer Tag: Sie waren extra vom Rathaus, wo sie seit über einem Jahr vorrübergehend untergebracht sind, zu ihrem „neuen“ Haus gekommen, um den vielen wichtigen Leuten aus der Stadt- und Ortsverwaltung, den Bauarbeitern, Architekten, Gemeinde- und Ortschaftsräten und dem Auenheimer Pfarrer ein Ständchen zu singen. Ihre Wünsche für die Ausstattung des Hauses – wie „Bistro“ oder „Computer“ – hatten sie auf bunte Blätter geschrieben und damit den Richtbaum geschmückt.

„Komm, bau ein Haus“ sangen die Kinder zum Richtfest ihres „alten-neuen“ Kindergartens. Wenn alles nach Plan läuft, können sie im April nächsten Jahres zurück in ihr Domizil ziehen.
„Komm, bau ein Haus“ sangen die Kinder zum Richtfest ihres „alten-neuen“ Kindergartens. Wenn alles nach Plan läuft, können sie im April nächsten Jahres zurück in ihr Domizil ziehen.

Zum großen Jubel der Kleinen ließ Volker Heidt von der gleichnamigen Auenheimer Holzbaufirma nach seinem Richtspruch Gummibärchen vom Gerüst „regnen“. Laut Toni Vetrano sollen die restlichen Arbeiten im Februar 2020 abgeschlossen sein. „Nach heutigem Stand“, betonte er. Der Umzug der Kinder sei zu Ostern nächsten Jahres geplant.


Bericht & Foto: Antje Ritzert

 
 

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