Komplettsanierung der Grundschule Auenheim kostet 2,8 Millionen Euro

16.09.2022

Die Grundschule Auenheim erhält derzeit eine Komplettsanierung, die insgesamt rund zwei Jahre dauern und ungefähr 2,8 Millionen Euro kosten wird.

Der Neubau der Auenheimer Grundschule wird künftig von zwölf Mikropfählen gestützt. ©Stadt Kehl
Der Neubau der Auenheimer Grundschule wird künftig von zwölf Mikropfählen gestützt. ©Stadt Kehl

Neue digitale Klassenzimmer, ein Aufzug für Barrierefreiheit, behindertengerechte Toiletten und ein Anbau mit eigenem Rettungsweg: Was in Auenheim als Umgestaltung des alten Anbaus begann, hat sich durch das Programm „Schulsanierung“ zur Komplettsanierung der historischen Grundschule entwickelt. Das Problem: Ein Gutachter entdeckte unter dem Anbau schlechten Baugrund, sodass eine drei Meter tiefe Grube ausgehoben werden musste.

Die Lösung: „Wir haben 14 Meter lange Pfähle in den Boden eingebracht, damit das Fundament auf tragfähigem Grund steht“, erklärt Thorsten Luick, Bauleiter und Mitarbeiter des Gebäudemanagements. Die Komplettsanierung kostet 2,8 Millionen Euro und dauert zwei Jahre. Schul- und Baubetrieb können aufgrund von Staubwänden jedoch, zumindest eigenschränkt, parallel nebeneinander stattfinden.

Mehrere Baumaßnahmen gleichzeitig

In der Grundschule Auenheim werden aktuell mehrere bauliche Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt, die in Zukunft für einen modernen Schulbetrieb sorgen sollen: „Neben einer digitalen Grundsanierung musste wegen des Brandschutzes ein zweiter Rettungsweg her.“ Das Dach des alten Anbaus, durch den der Fluchtweg ursprünglich verlaufen sollte, hatte sich aber fünf Zentimeter vom Schulgebäude wegbewegt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, ließ der Bauleiter deshalb ein neues Gutachten erstellen. Dabei wurden nichttragende Schichten im Boden festgestellt, die weitere Arbeiten am Anbau unmöglich machten. Ein zweiter Rettungsweg blieb jedoch weiterhin Pflicht für die Nutzung der Dachgeschoss-Klassenzimmer. So musste ein anderer Ansatz her: „Ein Neubau mit eingeplantem Fluchtweg war die einzige Lösung die Brandschutzanforderungen zu erfüllen“, sagt Luick.

Barrierefreie Toilette


Der Vorteil: Das Gebäude erhält neben einem Keller auch eine barrierefreie Toilette. „Wenn wir beim Neubau schon die Barrierefreiheit angehen, wäre es sinnvoll, die ganze Schule an moderne Standards anzupassen“, erläutert der Bauleiter den Planungsprozess. Daher wird aktuell auch ein Aufzug in das Schulgebäude eingebaut und für rollstuhlgerechte Böden ohne hohe Hindernisse gesorgt. Aufzug mit Installation kosten 330.000 Euro.

Neben Brandschutz, Digitalisierung und Barrierefreiheit spielt auch der Denkmalschutz bei den Planungen für die Grundschule in Auenheim eine Rolle. So werden die Gebäudefassade, die Holzböden und die hölzernen Wandverkleidungen in Klassenzimmern und Fluren nach historischem Vorbild renoviert.

Eine Besonderheit bei Schulsanierungen: „Schulen müssen immer den Anforderungen der Zeit gerecht werden“, erklärt Luick. „Räume entstehen und verschwinden.“ Gut zu sehen sei dies am Beispiel des Computerraums: Dieser wurde in Auenheim damals in den Leseraum integriert. Nun werden die PCs jedoch wieder abgebaut. „Durch die digitalen Klassenzimmer und die LearnPads ist der Computerraum obsolet“, sagt der Bauleiter. Künftig werden die Tafeln dazu in der Lage sein, Videos abzuspielen und Kinder können über ihre Learn-Pads in geschützter Internet-Umgebung recherchieren.


AUS: bo.de
VON: Redaktion Kehl

 
 

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