Schule

Jetzt kommen wir zu den etwas älteren Kindern in unserem Ort und einem weiteren Projekt, dass auf die lange Bank geschoben werden soll: Die Grundschule!

Auch hier ist es schwierig zu verstehen, warum die Verwaltung den Bau des 2. Rettungswegs ins Jahr 2018 schieben will bzw. muss. Es geht hier um die Sicherheit der Kinder.

Das GM hat am 25.7.2016 im Gemeinderat das Brandschutzkonzept für die Grundschule Auenheim vorgestellt. Dieses sieht vor, dass im Anbau ein 2. Rettungsweg eingebaut wird. Da die Umsetzung erst für Ende 2017 geplant war, musste man durch eine Stellprobe feststellen, wie viele Kinder über den jetzigen 2. Rettungsweg AUS den Fenstern des Mehrzweckraums im Dachgeschoss gerettet werden können. Diese Stellprobe fand am 18.10. statt. Daraus hat sich ergeben, dass max. 20 Kinder mit dem Hubfahrzeug gerettet werden können. Die erste Klasse besteht aber aus 26 Schülern! Das heißt, dass die erste Klasse die Räumlichkeiten oben nicht nutzen darf. Auch die Betreuung muss in zwei Schichten essen. Der Kinderchor darf nicht mehr oben proben.

Die Stellprobe fand um 10:00 Uhr morgens statt. Die parkenden Autos vor der Schule (Pizzeria, Gasthaus Blume, Bring- und Holdienst der Eltern) fehlten, so dass das Hubfahrzeug die volle Breite der Straße nutzen konnte. Außerdem waren die Schüler darauf vorbereitet, dass sie aus dem Fenster steigen müssen. Im Ernstfall wissen wir natürlich nicht, wie die Kinder reagieren. Es handelt sich nicht um Erwachsene, die die Situation einschätzen können!

Daher sehen wir es als absolut notwendig, diesen jetzigen 2. Rettungsweg über die Fenster des Dachgeschosses durch ein zweites Treppenhaus zu ersetzen. Eine weitere Verschiebung nach 2018 – und das ist kein Versprechen, sondern nur ein Plan – ist nicht zu akzeptieren. Die Fraktionen werden in der nächsten Woche ihre Haushaltsreden halten, so dass wir danach mehr Gewissheit haben, was die Entscheider – nämlich ihre gewählten Vertreter, die Gemeinderäte – wollen. Dies ist dann der Auftrag an die Verwaltung. So wie er es im Übrigen schon im letzten Doppelhaushalt 15/16 war und eben NICHT umgesetzt wurde.

Die Verwaltung spricht über die Medienlandschaft in den Schulen. Kinder sollen super ausgestattet sein mit technischen Geräten, die dem neuesten Stand entsprechen.

Das ist richtig und gut. Jedoch sollte man sich überlegen, ob ein iPad in der Hand so toll ist, wenn auf der anderen Seite ein Kind die Toilette in der Schule nicht benutzen will, weil diese uralt sind. Überspitzt gesagt: Im Notfall – also wenn es brennen sollte – wird dann ein Kind sein iPad in der linken Hand heben und muss mit der rechten in einen Rettungskorb steigen, weil es kein zweites Treppenhaus gibt. Ich kann den Unmut und die Angst der Eltern sehr gut verstehen. Und ich betone nochmals: Wenn es an Personal fehlt, dann muss man Personal suchen und einstellen.

Ich hoffe und wünsche mir, dass wir diesen 2. Rettungsweg und die Sanierung der Toiletten noch in diesem Jahr angehen können. Aber wie gesagt: Kein Ausblick in die Zukunft von meiner Seite!

 
 

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